Kategorie-Archiv: Wissen und Können

Das deklarative Gedächtnis

Auf welche Weise prägt sich Wissen in das Gehirn ein? Und wie können Erinnerungen später gezielt abgerufen werden?

Das frei abrufbare, deklarierbare Wissen über die Welt oder über selbsterlebte Episoden nennt man deklaratives Gedächtnis. Es wird von impliziten, d.h. rein motorischen oder Gewohnheiten steuernden oder emotionalen Gedächtnisformen unterschieden (s. dazu das Kapitel Gedächtnis). Es gibt also verschiedene Gedächtnisformen. Außerdem erfolgt das Einprägen im Wissensgedächtnis auf besondere Weise und nach völlig anderen Prinzipien als dies etwa in der KI oder bei künstlichen, lernenden Netzwerken der Fall ist. Zum deklarativen Gedächtnis gehört selbstverständlich auch das Wiedererkennen von Sachverhalten. Darüber hinaus ist die Fähigkeit von Interesse, Wissen auf Grund von indirekten Hinweisen abrufen zu können.

Die Speicherorte des deklarativen Gedächtnisses liegen auf der Großhirnrinde, vor allem im unteren Scheitellappen und im Schläfenlappen. Wissen ist eher in der linken Hemisphäre und Selbsterlebtes eher in der rechten verankert (s. z.B. das Video darüber, wie Menschen über andere nachdenken, im Kapitel Perspektivenübernahme). Weiterlesen