Kategorie-Archiv: Grundlagenwissen

Motorik

Was meint man, wenn man von Motorik spricht? Wie wichtig ist es überhaupt, über die Steuerung von Bewegungen Bescheid zu wissen?

Wenn man von Motorik spricht, meint man nicht nur die Biomechanik der Bewegungen. Vielmehr geht es ebenso um komplexe Antriebs- , Steuerungs- und Kontrollfunktionen. Diese dienen dem bedürfnisgerechten Beginn und Ablauf von Bewegungen, sowie der Koordination verschiedener Bewegungen. Bewegung kann nach der Fähigkeit zum Stoffwechsel als eine sehr ursprüngliche biologische Funktion angesehen werden.

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Lernen: Grundbegriffe

Lernen ist nicht gleich Lernen. Welche Arten des Lernens sollten Sie kennen?

Imitation und das Lernen am Modell
Eine sehr ursprüngliche Art des Lernens erfolgt auf Grund von Nachahmung. Dabei ist Nachahmung in der Evolution eine sehr späte Errungenschaft, aber Menschen können wahrgenommene Bewegungen schon in sehr frühem Alter nachmachen. Infolge dessen kann auch gelernt werden durch „learning by doing“. Dabei können durchaus verschiedene Lernformen eine Rolle spielen. Weiterlesen

Drogen

Was ist eine Droge und macht jede Droge süchtig?

Ursprünglich verstand man unter Drogen Pflanzenbestandteile, die man als Heilmittel verwendete. Heute meint man mit Drogen meist Rausch-, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel. Jedenfalls handelt es sich um Stoffe, die direkt im Gehirn wirken. Dass man manchmal auch Gaming als Droge bezeichnet, weist darauf hin, dass man im allgemeinen Sprachgebrauch bei Drogen weniger die pharmakologische Wirkung, sondern das Suchtpotential als entscheidendes Kennzeichen ansieht. Man kann auch sagen, die Suchtgefahr macht eine Substanz zu einer Droge. Weiterlesen

Kreativität, Fantasie & Aberglaube

Wie entsteht Kreativität im Gehirn? Wie kann man kreatives Denken fördern?

Kreativität ist die Schaffung von etwas Neuem, das brauchbar ist. Erst auf Grund einer Handlung oder eines Produktes lässt sich von Kreativität sprechen. Meist entsteht die Zuschreibung ein Werk oder eine Person sei kreativ erst durch das Urteil anderer Menschen. Dieses Urteil hängt davon ab, ob eine schöpferische Produktion auf Grund seiner besonderen Eigenschaften für originell und nützlich gehalten wird (wie etwa beim Lösen klassischer Probleme) oder ob die schöpferische Produktion aufgrund seiner enormen Menge und Vielfalt beeindruckend ist. Dem schöpferischen Prozess werden jedenfalls ungewöhnliche Gedanken (Fantasie) oder eine ungewöhnliche Schaffenskraft (Produktivität) unterstellt. Weiterlesen

Womit beschäftigt sich die Kognitive Neurowissenschaft?

Das Wissenschaftsgebiet der Neurokognition beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie unser Gehirn kognitive Leistungen wie Intelligenz, Empathie, Lernen und Denken zustande bringt. Soweit die Funktionsweise des Gehirns bekannt ist, werden Anregungen zur besseren Nutzung unserer kognitiven und emotionalen Potenziale formuliert.

Zur Vertiefung finden Sie in unserem Angebot auch interessante Bücher zum Thema Gehirn und Denken. Bei unseren Buchempfehlungen achten wir stets auf eine wissenschaftliche Fundierung und einen verständlichen Schreibstil. Sie können unsere Bücher auch online durchblättern

In der Psychologie werden die folgenden, grundlegenden Funktionen erklärt:
Wahrnehmung & Aufmerksamkeit,
Lernen & Gedächtnis,
Denken & Problemlösen,
Emotionen & Motivation,
Sprechen & Verstehen sowie
Planen & Handeln.

Darüberhinaus beschäftigen wir uns mit Fragen des Alltags, wie z.B. mit Fantasie und Aberglauben oder mit Lügen.

Außerdem können Sie auf unseren Seiten Informationen über das Gehirn oder über die Grenzen des Erkennens finden.

Zu einführenden Audio-Dateien geht es hier.

Alle Videos der Seite gehirn-und-denken.de können Sie übrigens auch in unserem Videochannel auf Youtube finden.
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Sinnliche Wahrnehmung

Wie erfolgt die Wahrnehmung und die Verarbeitung von Signalen im Gehirn? Inwieweit gibt es Erkenntnisse aus der Hirnforschung zur Verbesserung der eigenen Wahrnehmung?

Bevor Sie diesen Beitrag lesen, sollten Sie sich die Video über „Sehen und Erkennen“ und über „Komplexe Szenarien“ im Kapitel über das Grosshirn angesehen haben.

Im Verlauf der Wahrnehmung werden Signale aus dem Körperinneren oder aus der Umwelt aufgenommen, analysiert und gedeutet. Signale, die für die Wahrnehmung von Bedeutung sind, können optische, mechanische oder chemische Reize sein. Wenn diese Signale auf sogenannte Sensoren treffen, zum Beispiel entsprechend empfindliche Sinneszellen, kommt es auf Grund der Reize im Nervensystem zu einer Informationsverarbeitung. Weiterlesen

Kategoriales und regelgeleitetes Denken

Denken ist wohl eine der faszinierendsten Leistungen, die unser Gehirn hervorbringt. Was passiert im Gehirn, wenn wir denken? Welche Erkenntnisse liefert die Hirnforschung damit uns diese Leistung noch besser gelingt und wir nicht in Denkfallen geraten?

Das menschliche Denken beruht auf der Informationsverarbeitung der Nervennetzwerke in der Großhirnrinde, also in der gewundenen Oberfläche des Gehirns. Weiterlesen

Emotionen

Was sind Emotionen, wie entstehen Emotionen im Gehirn? Wie beeinflussen Emotionen die Wahrnehmung und das Denken? Inwieweit lassen sich Emotionen steuern und nutzen?

Mit Emotionen werden Zustände beschrieben, die im eigenen Erleben oder im Verhalten anderer Personen beobachtet werden. Eine Zuschreibung bestimmter Emotionen erfolgt auf Grund von bestimmten Gedanken, die sich aufdrängen oder geäußert werden, sowie auf Grund von beobachteten Veränderungen in der vegetativen Regulation (Herzrate, Blutdruck, Muskelspannung, Schweiß). Emotionen lassen sich auch in bestimmten Verhaltensweisen erkennen.

Emotionen iIm engeren Sinn werden also vegetativ oder muskulär begleitet. Man spricht dann auch von „heissen“ Emotionen. Demgegenüber gibt es auh andere Gefühlsformen, die mit „heissen“ Emotionen nur indirekt verbunden sind. Dazu gehören „kognitive“ Gefühle, wie Scham oder Schuld, die in erster Linie auf einer Einschätzung der Handlungen anderer Personen beruhen (s. Perspektivenübernahme). Eine weitere Gefühlsform ist ein auf Gefühlsübertragung beruhendes Mitgefühl (s. Empathie).

Das deutsche Wort „Gefühl“ leitet sich ursprünglich vom Körper- und Bewegungsgefühl ab. Das Gefühl für den eigenen Körper wird von den Körpersinnen erfasst und ist bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Weiterlesen

Lernen: Neuropsychologie

Was passiert beim Lernen im Gehirn? Gibt es Erkenntnisse aus der Hirnforschung, wie man besser lernen kann?

Lernen bedeutet, dass sich das Verhalten auf Grund von Umweltbedingungen auf Dauer verändert. Man spricht davon, dass ein Gedächtnis zum Wiedererkennen oder Erinnern entsteht oder sich eine Gewohnheit im Verhalten ausbildet. Momentane Anpassungen, weil man sich zum Beispiel gerade anstrengt, oder Verhaltensänderungen auf Grund von Reifung oder Wachstum, wie bei der Veränderung der Stimme in der Pubertät, werden nicht als Lernen verstanden.

Lernförderliche Umweltbedingungen werden so beschrieben, dass der Impuls, etwas Bestimmtes zu tun, in regelhafter Weise von einem Reiz begleitet wird („Kontingenz“). Dieser Reiz oder auch nur die Erwartung dieses Reizes begünstigt in der Folge den entsprechenden Tätigkeitsimpuls. Weiterlesen

Gedächtnis

Wie funktioniert das Gedächtnis im Gehirn? Wie zuverlässig ist sind die Erinnerungen und unter welchen Bedingungen erinnert sich das Gehirn besonders gut?

Unter Gedächtnis versteht man die Speicherfähigkeit des Gehirns, die sich in der Fähigkeit äußert, früher Aufgenommenes oder Gelerntes abzurufen. Da das Gedächtnis erst über die Erinnerungsleistung sichtbar wird, muss man zumindest zwischen Wiedererkennen und Reproduzieren unterscheiden, wobei die Leistungen beim Wiedererkennen fast immer besser sind als beim Reproduzieren. Aus neurokognitiver Sicht erfolgt die Speicherung in verschiedenen Teilen der Nervennetzwerke. Dabei kennt man sehr verschiedene Formen von Informationsspeicherung. Weiterlesen