Kategorie-Archiv: Grundlagenwissen

Kreativität, Fantasie & Aberglaube

Wie entsteht Kreativität im Gehirn? Wie kann man kreatives Denken fördern?

Kreativität ist die Schaffung von etwas Neuem, das brauchbar ist. Erst auf Grund einer Handlung oder eines Produktes lässt sich von Kreativität sprechen. Meist entsteht die Zuschreibung ein Werk oder eine Person sei kreativ erst durch das Urteil anderer Menschen. Dieses Urteil hängt davon ab, ob eine schöpferische Produktion auf Grund seiner besonderen Eigenschaften für originell und nützlich gehalten wird (wie etwa beim Lösen klassischer Probleme) oder ob die schöpferische Produktion aufgrund seiner enormen Menge und Vielfalt beeindruckend ist. Dem schöpferischen Prozess werden jedenfalls ungewöhnliche Gedanken (Fantasie) oder eine ungewöhnliche Schaffenskraft (Produktivität) unterstellt. Weiterlesen

Wissen – Einführung

Das Wissenschaftsgebiet der Neurokognition beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie unser Gehirn kognitive Leistungen wieIntelligenz, Empathie, Lernen und Denken zustande bringt. Soweit die Funktionsweise des Gehirns bekannt ist, werden Anregungen zur besseren Nutzung unserer kognitiven und emotionalen Potenziale formuliert.

Zur Vertiefung finden Sie in unserem Angebot auch interessante Bücher zum Thema Gehirn und Denken. Bei unseren Buchempfehlungen achten wir stets auf eine wissenschaftliche Fundierung und einen verständlichen Schreibstil. Sie können unsere Bücher auch online durchblättern

In der Psychologie werden die folgenden, grundlegenden Funktionen erklärt:
Wahrnehmung & Aufmerksamkeit,
Lernen & Gedächtnis,
Denken & Problemlösen,
Emotionen & Motivation,
Sprechen & Verstehen sowie
Planen & Handeln.

Darüberhinaus beschäftigen wir uns mit Fragen des Alltags, wie z.B. mit Fantasie und Aberglauben oder mit Lügen.

Außerdem können Sie auf unseren Seiten Informationen über das Gehirn oder über die Grenzen des Erkennens finden.

Zu einführenden Audio-Dateien geht es hier.
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Sinnliche Wahrnehmung

Wie erfolgt die Wahrnehmung und die Verarbeitung von Signalen im Gehirn? Inwieweit gibt es Erkenntnisse aus der Hirnforschung zur Verbesserung der eigenen Wahrnehmung?

Bevor Sie diesen Beitrag lesen, sollten Sie sich die Video über „Sehen und Erkennen“ und über „Komplexe Szenarien“ im Kapitel über das Grosshirn angesehen haben.

Im Verlauf der Wahrnehmung werden Signale aus dem Körperinneren oder aus der Umwelt aufgenommen, analysiert und gedeutet. Signale, die für die Wahrnehmung von Bedeutung sind, können optische, mechanische oder chemische Reize sein. Wenn diese Signale auf sogenannte Sensoren treffen, zum Beispiel entsprechend empfindliche Sinneszellen, kommt es auf Grund der Reize im Nervensystem zu einer Informationsverarbeitung. Diese erfolgt in Nervennetzen, in denen auf Grund der Meldungen aus den Sensoren Nervenimpulse verteilt und in den angesprochenen Nervenzellen verstärkt oder blockiert werden. Bei einer Erhöhung der Impulsrate an einzelnen Orten der Nervennetzwerke spricht man von Erregung, bei einer Verminderung von Hemmung. Sofern man Erregungsprozesse im Nervensystem auf eine Reizung durch Sinnesmeldungen zurückführen kann, ordnet man diese der Wahrnehmung zu. Weiterlesen

Emotionen

Was sind Emotionen, wie entstehen Emotionen im Gehirn? Wie beeinflussen Emotionen die Wahrnehmung und das Denken? Inwieweit lassen sich Emotionen steuern und nutzen?

Mit Emotionen werden Zustände beschrieben, die im eigenen Erleben oder im Verhalten anderer Personen beobachtet werden. Eine Zuschreibung bestimmter Emotionen erfolgt auf Grund von bestimmten Gedanken, die sich aufdrängen oder geäußert werden, sowie auf Grund von beobachteten Veränderungen in der vegetativen Regulation (Herzrate, Blutdruck, Muskelspannung, Schweiß). Emotionen lassen sich auch in bestimmten Verhaltensweisen erkennen.

Das deutsche Wort „Gefühl“ leitet sich ursprünglich vom Körper- und Bewegungsgefühl ab. Das Gefühl für den eigenen Körper wird von den Körpersinnen erfasst und ist bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Weiterlesen

Lernen

Was ist Lernen und was passiert beim Lernen im Gehirn? Gibt es Erkenntnisse aus der Hirnforschung, wie man besser lernen kann?

Lernen bedeutet, dass sich das Verhalten auf Grund von Umweltbedingungen auf Dauer verändert. Man spricht davon, dass ein Gedächtnis zum Wiedererkennen oder Erinnern entsteht oder sich eine Gewohnheit im Verhalten ausbildet. Momentane Anpassungen, weil man sich zum Beispiel gerade anstrengt, oder Verhaltensänderungen auf Grund von Reifung oder Wachstum, wie bei der Veränderung der Stimme in der Pubertät, werden nicht als Lernen verstanden. Lernförderliche Umweltbedingungen werden so beschrieben, dass der Impuls, etwas Bestimmtes zu tun, in regelhafter Weise von einem Reiz begleitet wird. Dieser Reiz oder auch nur die Erwartung dieses Reizes begünstigt in der Folge den entsprechenden Tätigkeitsimpuls. Weiterlesen

Gedächtnis

Wie funktioniert das Gedächtnis im Gehirn? Wie zuverlässig ist sind die Erinnerungen und unter welchen Bedingungen erinnert sich das Gehirn besonders gut?

Unter Gedächtnis versteht man die Speicherfähigkeit des Gehirns, die sich in der Fähigkeit äußert, früher Aufgenommenes oder Gelerntes abzurufen. Da das Gedächtnis erst über die Erinnerungsleistung sichtbar wird, muss man zumindest zwischen Wiedererkennen und Reproduzieren unterscheiden, wobei die Leistungen beim Wiedererkennen fast immer besser sind als beim Reproduzieren. Aus neurokognitiver Sicht erfolgt die Speicherung in verschiedenen Teilen der Nervennetzwerke. Dabei kennt man sehr verschiedene Formen von Informationsspeicherung. Weiterlesen

Empathie

Wie ermöglicht unser Gehirn Empathie? Kann man Empathie lernen und welchen Nutzen stiftet Empathie?

Das Mitgefühl (Empathie) beruht auf mehreren Mechanismen. Einer davon ist die Fähigkeit, die Sichtweise (Perspektive) anderer Personen zu übernehmen (kognitive Empathie), eine andere die Gefühls-Spiegelung (emotionale Empathie). Im sozialen Miteinander hilft Empathie nicht nur den jeweils anderen Menschen, sondern im Gegenzug auch jedem Einzelnen. Insofern unterstützt Empathie Kooperation und somit nicht zuletzt auch die Erreichung eigener Ziele.

Perspektivenübernahme

Die Tatsache, dass man eine fremde Perspektive zu verstehen meint, beruht zum Teil auf bestimmten Erwartungen, die man auf Grund von bisher beobachteten Verhaltensweisen aufbaut. Weiterlesen

Motivation

Wie entsteht Motivation im Gehirn? Wie können wir uns besser motivieren?

Als Motivation fasst man alle kognitiven, sozialen und emotionalen Faktoren zusammen, die Verhalten veranlassen oder direkt beeinflussen. Da die emotionalen Faktoren Gegenstand der Emotionsforschung und soziale Faktoren Gegenstand der Sozialpsychologie sind, sind das zentrale Thema der Motivationsforschung die Motive, die Personen veranlassen, kognitive Leistungen zu erbringen und dabei auch gewisse Anstrengungen auf sich nehmen (zu Anstrengung vgl. auch Aufmerksamkeit, Emotionen und Planen). Leistungsmotive können mit Hilfe von Fragebögen direkt erfragt werden, zum Beispiel wenn jemand studieren will, um später viel Geld zu verdienen. Außerdem wurden mehrere Methoden entwickelt, Leistungsmotive verdeckt zu erheben. Weiterlesen