Erster Eindruck

Ein erster Eindruck von Menschen oder Dingen entsteht im Gehirn nach wenigen Sekunden – Warum ist das so und stimmt dieser erste Eindruck?

Ein erster Eindruck über eine Person entsteht bereits nach den ersten Wahrnehmungen (siehe Wahrnehmung). Im weiteren Verlauf werden oft Informationen, die den ersten Eindruck bestätigen, sogar bevorzugt. Daher heißt es: Mache einen guten ersten Eindruck, wenn du dich irgendwo vorstellst. Doch lassen sich Menschen tatsächlich von einem oberflächlichen Eindruck über die Äußerlichkeiten blenden? Erstaunlicherweise verfügt unser Gehirn tatsächlich über sehr große Areale, die auf der Basis kleinster Details bereits Hochrechnungen über weitergehende Eigenschaften vornehmen (siehe Gedächtnis). Vertrautheit und Vertrauenswürdigkeit sowie Dominanz werden anderen Personen innerhalb von Zehntelsekunden auf den ersten Blick zugeschrieben. Offenbar sind solche erste Annahmen bei Tieren überlebenswichtig. Menschen müssen erst lernen, zwischen Glauben und Aberglauben, zwischen Urteil und Vorurteil zu unterscheiden.

Tipps zum Umgang mit dem ersten Eindruck

Es gibt Strategien, die helfen, Annahmen gezielt zu überprüfen und sie zu korrigieren. Sie anzuwenden, kann man trainieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass man die momentane Mimik unabhängig vom sonstigen Aussehen des Gesichts trennen kann. Dazu muss man lernen, die Gesichter vor allem von Personen aus anderen Kulturkreisen richtig zu bewerten. Manche Menschen haben von Geburt an Schwierigkeiten, Mimiken zu lesen und können das trotzdem mit einem Training lernen. Außerdem ist man gut beraten, eher auf Verhaltensweisen und Äußerungen zu achten, als Mimik und Gestik fantasievoll zu deuten. Meist ist es ein Zeichen geringer Empathie, wenn ein Ausdruck überinterpretiert wird.

Buchempfehlungen zur Vertiefung einzelner Themen

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